25.03.11 Nordkurier

Greifswalder errichten eine breite Front gegen geplante NPD-Demonstration

Greifswald (GK). Die Hansestadt will sich der am 1. Mai geplanten NPD-Demonstration auf breiter Front entgegenstellen. „Wir prüfen jetzt in enger Abstimmung mit der Polizei versammlungsrechtliche Schritte gegen die angemeldete Demo“, kündigte Oberbürgermeister Arthur König (CDU) an. „Dabei wird auch entschieden, ob Voraussetzungen für ein Versammlungsverbot vorliegen. Sollte die Chance bestehen, die Demo zu verbieten, werden wir diese natürlich nutzen. Parallel dazu sind alle Greifswalder aufgerufen, sich gemeinsam der NPD entgegenzustellen. Wir wollen den menschenverachtenden Parolen mit bunten und vielfältigen Aktionen antworten. Dazu sind die Ideen aller Demokraten gefragt.“ Am kommenden Montag tritt das erweiterte Präsidium der Bürgerschaft zusammen, um über Parteigrenzen hinweg eine gemeinsame Strategie zu finden. Darüber hinaus lädt der Oberbürgermeister für die kommende Woche Vereine, Verbände, Initiativen und Einrichtungen ins Rathaus ein, um Ideen zu entwickeln und gemeinsame Aktionen zu planen. „Bei den Vorbereitungen werden wir auch auf die Erfahrungen von 2001 zurückgreifen, als sich 7000 Greifswalder erfolgreich dem letzten NPD-Aufmarsch entgegenstellten“, so der Oberbürgermeister. Bereits seit langem bereitet die Stadt gemeinsam mit dem DGB und vielen Vereinen ein Demokratiefest auf dem Markt vor. Einrichtungen, die sich einbringen wollen, sind willkommen. „Die angemeldete Demonstration ist eine Provokation. Aber Greifswald ist stark“, sagte der OB. In Greifswald habe sich über Jahre hinweg ein breites demokratisches Bündnis unterschiedlichster Initiativen entwickelt, die es den Rechtsextremen schwer gemacht hat.

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