Pressemitteilung: Erfolgreicher Protest am 8. Mai in Demmin- Bündnis Greifswald nazifrei kritisiert Polizeigewalt und Verunglimpfung antifaschistischen Protests

Ungefähr 500 Menschen protestierten am gestrigen 8. Mai erfolgreich gegen den Fackelmarsch der NPD und Kameradschaften in Demmin. Mit 30 bunten Mahnwachen und auf mehreren Blockaden setzten ca. 500 Protestierende ein klares Zeichen gegen den Geschichtsrevisionismus und die Menschenverachtung neonazistischer Organisationen.

Auf nahezu der gesamten Strecke schlug den Nazis lautstarker Protest entgegen.

Allerdings konnte der Fackelmarsch der NPD nur mit Hilfe massiver Polizeigewalt gegen friedliche Blockierende durchgesetzt werden. Greifswald nazifrei kritisiert: „Wir sind schockiert über den Eifer und die Hilfsbereitschaft, mit der die Polizei am 8. Mai in Demmin den Weg für die Nazis freiräumte und dabei schwere Verletzungen riskierte. Einsatz von aggressiven Polizeihunden mit Verletzten, massive Polizeigewalt gegen friedliche Blockaden, das unmittelbare Vorbeileiten des Fackelmarsch an den Blockaden im Abstand von wenigen Metern, mehrere Menschen im Krankenhaus – die Polizei zeigte sich gestern grob fahrlässig und verantwortungslos.“, so Benjamin Pfeiffer, Pressesprecher vom Bündnis Greifswald nazifrei.

Wir verwehren uns zudem gegen die pauschale Verunglimpfung angereister Protestierender als „gewaltbereite Chaoten“. Die Proteste gegen den Fackelmarsch waren trotz schlechten Wetters breiter und größer, als in den Jahren zuvor. Benjamin Pfeiffer: “Der Versuch von Seiten der Polizei diese in Teilen zu kriminalisieren und öffentlich zu verurteilen, zeigt, dass die Behörden nichts begriffen haben. Wir haben uns sehr über die Unterstützung und Interesse aus andere Städten, auch außerhalb M-Vs, gefreut!“

„Weiterhin sind wir froh, dass der kurzzeitig ins künstlichen Koma versetzte Blockierende heute Morgen das Krankenhaus wieder verlassen konnte. Wir hoffen, dass die für diese schwere Körperverletzung verantwortlichen Polizeikräfte zur Rechenschaft gezogen werden. Eine solche massive Gewalteinwirkung der Bereitschaftspolizei auf friedliche Sitzblockierende muss ein politisches Nachspiel haben, auch wenn leider zu Befürchten steht, dass eine Anzeige gegen die PolizistInnen wenig Aussicht auf Erfolg haben wird.“

Bündnis Greifswald nazifrei

9. Mai 2014

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