*Greifswald Nazifrei ist entsetzt über das Verhalten der Stadtverwaltung von Rostock*

Es ist schier unverständlich, dass die Stadtverwaltung Rostocks, der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, den Menschen, die versuchen ein Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der NPD zusetzen, nur Steine in den Weg legt. Wie gestern bekannt wurde, hat die Stadt Rostock jeglichen Protest gegen den geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai im Stadtteil Groß Klein verboten. Auch gab es seit dem Bekanntwerden der Aufmarschpläne keinerlei Zusammenarbeit mit dem breiten Bündnis „1. Mai – Rostock nazifrei“, geschweige denn Unterstützung seitens der Stadtverwaltung, deren Chef der OB Methling ist.

„Wir fordern OB Methling und die Rostocker Verwaltung dazu auf, sich ein Beispiel an anderen Städten in Mecklenburg-Vorpommern zu nehmen, sich an die Spitze der Anti-Nazi-Proteste zu stellen und deutlich zu zeigen, auf welcher Seite sie stehen“, so Benjamin Pfeiffer, Pressesprecher des Bündnis’ Greifswald Nazifrei. Dies haben in der Vergangenheit viele Bürgermeister_innen getan und damit ermöglicht, dass von Ihrer Stadt ein deutliches Zeichen gegen Rechts ausgegangen ist.

Pfeiffer kritisiert weiterhin, „dass schon seit einigen Jahren beobachtet wird, dass die Menschen, die sich in Rostock aktiv gegen die Rechte Szene einsetzen, mit Repressionen der Ordnungsbehörden belegt werden. So ist es in Rostock inzwischen normal, dass Busunternehmer_innen von den Ordnungsbehörden davor gewarnt werden Antifaschist_innen zu Veranstaltungen gegen Rechts zu fahren“.

Rostock ist die Stadt, die immer ganz vorne dabei ist, wenn es darum geht Beschlüsse zur Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz – zur Imagepflege – zu fassen. Wir, als Bündnis Greifswald Nazifrei, fordern Sie, Herrn Methling, deshalb auf, sich persönlich für die Anti-Nazi-Proteste einzusetzen: Zeigen Sie uns und den Rostockern, dass Sie das viele Geld, welches Sie für ihre Verantwortung in unserer Großstadt bekommen, wert sind! Seien Sie am 1. Mai in Rostock anwesend und stellen Sie sich an die Spitze der Bewegung für Menschenrechte und Demokratie!

Wir wollen kein zweites Lichtenhagen und keine Nazis!

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