Pressemitteilung: „Breite Proteste gegen den faschistischen „Trauermarsch“ am gestrigen 8. Mai in Demmin“

400 Menschen folgten dem Aufruf der antifaschistischen Bündnisse nach Demmin zum „Tag der Befreiung“ gegen den geschichtsrevisionistischen Aufmarsch der NPD.

Zusammen mit diversen Mahnwachen und der Bündnisdemo von Demmin nazifrei standen gestern Nachmittag 800 Menschen auf vielfältige Weise für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Nationalismus ein.

Seit neun Jahren halten die Neonazis in Demmin einen „Trauermarsch“ für die Demminer*innen ab, die sich am Ende des zweiten Weltkriegs das Leben nahmen und deuten so deutsche Kriegsschuld und Massenvernichtung zu einem Gedenken an die deutschen Opfer durch die Alliierten um.

Bei sonnigem Wetter ging die antifaschistische Demo mit leichter Verspätung am Bahnhof los und zog lautstark durch die Demminer Innenstadt. Am Rande der Demo verfolgten die Anwohner_innen interessiert aus ihren Fenstern geschichtliche und aktuelle Redebeiträge. So wurde u.a. die Nähe neurechter Bewegungen wie der AfD zur NPD thematisiert und ein solidarischer Umgang mit Geflüchteten gefordert.

Nach der Demo kam es in der Stadt zu zwei Blockadeversuchen auf der Strecke der Neonazidemo, die nach kurzer Zeit aufgelöst wurden.

Die gute Stimmung der Proteste wurde leider durch diverse Schikanen und Behinderungen von Seiten der Ordnungsbehörde und der Polizei getrübt. Mit einem Polizeiaufgebot von 700 Kräften wurden Teile der Stadt hermetisch abgeriegelt und durch geplant aggressives Verhalten der Beamt*innen das faschistische Trauerspiel ermöglicht.

Eine Person musste bei der Räumung einer friedlichen Sitzblockade nach unnötiger Gewaltanwendung aufgrund von Ohnmacht und einer Knorpelverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Obwohl die Verletzungen eine direkte Folge der Räumung waren, bestreitet die Polizei jegliche Schuld. Hier zeigen sich Parallelen zum 1. Mai in Schwerin. Dort wurde eine Person von Beamten bewusstlos geschlagen, die Polizei wiederum bestritt beteiligt gewesen zu sein.

Im Stadtgebiet kam es immer wieder zu unbegründeten Einsätzen von Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Gegendemonstrant_innen. Auch behinderte die Polizei Sanitäter_innen bei Hilfeleistungen und ließ diese nicht zu Verletzten vor.

„Wir finden die Entwicklung hin zu einer zunehmenden Gewaltausübung der Polizeikräfte auch in harmlosen Situationen besorgniserregend.“, stellt Bündnissprecherin Cindy Rewohlt fest. „Zudem kritisieren wir den Umgang der Polizei mit Pressevertreter_innen. Wir müssen vermehrt Grundrechtsverletzungen beobachten, die sich die Polizei herausnimmt ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.“ . So wurde ein Fotograf am Rande der antifaschistischen Demo unter fadenscheinigen Begründungen aufgehalten und aufgefordert seine Bilder zu löschen. Weiterhin verwiesen die Polizeikräfte Journalist_innen von der NPD-Demo.

„Wir verurteilen das Verhalten der Polizei und bedanken uns bei allen, die heute mit uns gegen den NPD-Aufmarsch auf die Straße gegangen sind.“, so Cindy Rewohlt.

In Greifswald kam es, wie schon im letzten Jahr, im Vorfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen Uni und Studierendenschaft. Die Student_innen der Greifswalder Universität wollten einen Bus zu den Gegenprotesten fördern, das Justiziariat beanstandete den Antrag als ausserhalb des hochschulpolitischen Auftrags. Bündnissprecherin Rewohlt kritisiert: „Es wird deutlich wie die Situation an der Greifswalder Universität ist, wo bekennende Neonazis promovieren können und ein AfD Politiker seine rechte Hetze verbreiten kann, aber eine klare Positionierung der Studierenden gegen Rechts unterbunden wird.“.

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1. Mai + Vorabenddemo

Am 1. Mai möchte die NPD in Schwerin ihre rechte Propaganda auf die Straße tragen. Es wird organisierten Gegenprotest geben.

Wir unterstützen die antifaschistische Demonstration. Und rufen dazu auf sich ihr anzuschließen.

Am Donnerstag den 28.04 (nach der VoKü) wird es im IKuWO eine Infoveranstaltung zum Protest und Anreise geben.

Wir verweisen hiermit auch noch auf die Vorabenddemo am 30.04 in Greifswald. Unter dem Motto „Solidarität statt Rassismus“ wird für eine emanzipatorische Politik und Gesellschaft demonstriert und gegen aus Ungerechtigkeiten des Kapitalismus Stellung bezogen.

Treffpunkt ist 15 00 Uhr am Nexö-Platz.

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8. Mai

Wie in den vergangen Jahren wollen die NPD und die rechtsradikale Kameradschaftsszene am 8. Mai in Demmin (Mecklenburg- Vorpommern) aufmarschieren, um den Tag der Befreiung von den nationalsozialistischen Machthaber*innen zu einem Tag der deutschen Opfern umzudefinieren. Am 30. April 1945 marschierte die Rote Armee in Demmin ein und beendete die faschistische Herrschaft in der vorpommerschen Kleinstadt. In den Tagen vor und nach dem Kriegsende starben hunderte Einwohner*innen durch Suizid und Mord durch Angehörige. Zum neunten Mal versuchen Nazis, diesen Tag für ihren propagierten Opfermythos zu nutzen und der Toten mit einem „Trauermarsch“ zu gedenken. Dabei verschweigen sie den bis zuletzt andauernden Widerstand der Bevölkerung Demmins gegen die Übernahme der Stadt durch die Rote Armee, und auch die Verbrechen der Nationalsozialisten werden mit keinem Wort thematisiert. Wie in den letzten Jahren werden die Neonazis wieder versuchen, mit einem Fackelmarsch durch die Innenstadt zu ziehen und einen Kranz niederzulegen.

Es wird eine Infoveranstaltung im Klex am 3.05 (nach der Küfa) geben. Und natürlich eine Infoverstaltung am 5.05 im IKuWo (nach der VoKü/Küfa).

Es gibt ab jetzt Bustickets im IKuWo. Für 5-10 € Soli sichert ihr euch einen Platz nach Demmin.

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Gemeinsam gegen FFDG

In den letzten Monaten ist es zum traurigen Standard geworden; Überall in Deutschland gehen Nazis als so genannte „Wutbürger“ für unterschiedlichste Dinge auf die Straße. Unter verschiedenen Deckmänteln wie z.b. für Frieden, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, gegen Islamisierung, gegen Multikulti, für unsere Kinder, gegen Merkel, … treffen sie sich regelmäßig Montag abends und bejammern eine angebliche „Überfremdung“ und die eigenen schlechten Lebensbedingungen. Auch in Greifswald trifft sich seit ein paar Wochen eine krude Masse aus Verschwörungstheoretikern, Neonazis, abgehängten Deutschen und DDR-Fans („FFDG“ und „Greifswald wehrt sich“), die der „Lügenpresse“ nichts abgewinnen können. Anfängliche Kundgebungen auf dem Greifswalder Marktplatz wurden zu regelmäßigen Demonstrationen durch die gesamte Stadt.
Von Anfang an rufen jedoch auch verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen und Bündnisse zu notwendigem Gegenprotest auf. Auch am kommenden Montag (07.12.) gibt es Einiges dem sich angeschlossen werden kann.

Für eine gemeinsame Anreise sorgt die Critical Mass.
Infos unter: https://www.facebook.com/criticalmasshgw/?fref=ts

Greifswald für alle lädt ein, zu Mahnwachen in Hör- und Sichtweite der Naziroute.
Infos unter: https://www.facebook.com/greifswald.fuer.alle/?fref=ts

Wir als Greifswald Nazifrei rufen alle Greifswalder_innen dazu auf, sich an den geplanten Protesten zu beteiligen. Seid laut. Seid an der Route. Seid entschlossen. – ABER verzichtet diesmal auf Blockaden!

Für jeden angefangenen Kilometer, den „FFDG“ und „Greifswald wehrt sich“ auf den Greifswalder Straßen innerhalb ihrer Demonstration „spazieren“ gehen, wird das Bündnis „Greifswald für alle“ 100 Euro für die Flüchtlingshilfe spenden. Sollte es eine stationäre Kundgebung sein, gibt es 1 Euro pro Teilnehmer_in und Stunde. Sollte die Teilnehmer_innenzahl bei den „besorgten Bürger_innen“ nicht ausreichend sein, werden wir den Betrag auf 2 Euro pro Kopf erhöhen. Die Spenden werden je zur Hälfte an das im Aufbau befindliche Willkommenszentrum und an das Internationales Kultur- und Wohnprojekt (Ikuwo) gehen.

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Update – 08. Mai 2015

Wie versprochen hier die neuesten Informationen rund um den 08.05.2015.

Tickets für eine gemeinsame Anreise nach Demmin können ab sofort im IKuWo (Goethestraße 01, 17489 Greifswald) zu den gängigen Caféöffnungszeiten (Dienstag bis Samstag ab 21:00 Uhr) für 5-10 Euro gekauft werden.

Eine Infoveranstaltungen findet am 30.04. um 20.00 Uhr ebenfalls im IKuWo statt.

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Vielfalt statt Faschismus – 1. Mai Neubrandenburg Nazifrei

Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit Menschen für gleiche Rechte, eine gerechte Arbeitswelt und freies, selbstbestimmtes Leben auf die Straße gehen – ein Kampftag für die soziale und ökonomische Befreiung der Arbeiter_innenklasse.
An diesem Tag wollen NPD und Kameradschaften in Mecklenburg-Vorpommern nun wieder einmal den 1. Mai nationalistisch umdeuten und vereinnahmen.
Neonazis treten am 1. Mai nicht für ein solidarisches Miteinander im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung ein, sondern nutzen die existentiellen Ängste der Bevölkerung (z.B. die Sorge vor Verlust der Lohnarbeit) um ihre rassistische und nationalistische Ideologie als vermeintlich einfache Lösung komplexer Sachverhalte darzustellen. Sie reduzieren den 1. Mai, auf einen 1933 von Hitler eingeführten gesetzlichen “Feiertag der nationalen Arbeit”. Das lassen wir nicht zu!
Wie auch an jedem anderen Tag des Jahres, wendet sich unser politischer Kampf gegen die faschistische Ideologie der Ungleichwertigkeit, die die Menschen gegeneinander aufhetzt. Wir kämpfen für eine Gesellschaft des selbstbestimmten Lebens und des solidarisch bestimmten Handelns, das frei ist von Mechanismen der Ausgrenzung und jeglichen Herrschaftsverhältnissen. Eine solche kann es mit Nazis niemals geben!

Darum will das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei dem geplanten Naziaufmarsch in der Neubrandenburger Oststadt eine entschlossene Demonstration entgegensetzen.
Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich zu beteiligen und somit den Nazis nicht die Deutungshoheit über den Kampf- und Feiertag der Arbeiter_innenbewegung zu überlassen.

Schaffen wir am 01. Mai 2015 in Neubrandenburg gemeinsam einen breit aufgestellten zivilgesellschaftlichen Widerstand, um den Nazis klar zu machen, dass sie und ihre Ideen weder hier noch anderswo erwünscht sind oder geduldet werden.

Ignorieren hilft nicht!
Stellen wir uns solidarisch und offensiv den Nazis entgegen!
Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft!

Infoveranstaltung in und für Greifswald: 23.04. | 19.00 Uhr | IKuWo (Goethestraße 01)

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Wir stellen uns quer!

Am 08. Mai den Nazis in Demmin entgegentreten

Wie schon in den letzten Jahren will die NPD am 8. Mai 2015 in Demmin aufmarschieren. Mit ihrem „Ge­denken“ an das Ende des zweiten Weltkriegs versuchen sie, einen deutschen Opfermythos aufzubauen und die deutschen NS-Verbrechen zu relativieren.
Während Nazis in anderen Zusammenhängen versuchen, sich eine bürgerliche Maske aufzusetzen, siehe MVGida, wird in Demmin ihr NS-Bezug besonders deutlich.
Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus können und wollen wir ihnen in Demmin nicht ungestört das Feld überlassen. Wir akzeptieren es nicht, wenn an solch einem symbolträchtigen Datum menschenverachtendes Gedankengut durch die Straßen getragen wird! In Zeiten, in denen Rassismus wieder salonfähig zu werden droht, ist es legitim und notwendig, Nazis keinen Raum zu geben.

Kommt mit und lasst uns ein deutliches Zeichen gegen menschenverachtendes Gedankengut setzen!

8.Mai_Demmin_GreifswaldNazifrei_web
Weitere Infos (auch zur gemeinsamen Anreise) folgen hier.

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Rostock für alle!

Das Bündnis Greifswald Nazifrei unterstützt den Aufruf „Rostock für alle“ und fordert auch Euch, liebe Greifswalderinnen und Greifswalder auf: Am 01.03. raus auf die Straße und MVgida gemeinsam entgegentreten!

Am kommenden Sonntag, den 1.3. wollen die Nazis und RassistInnen von MVgida durch Rostocks Innenstadt* marschieren. Das Bündnis „Rostock nazifrei“ will das nicht zulassen und hat in kurzer Zeit verschiedene Gegenaktivitäten geplant.
Wir rufen alle RostockerInnen auf, sich den Protesten anzuschließen und sich gemeinsam Rogida/MVgida entgegen zu stellen.

(*Naziroute: Treffpunkt der Nazis ist 15 Uhr am Hauptbahnhof Süd, anschließend wollen sie über den Südring, Goetheplatz, Vögenteich, Kröpeliner Strasse bis zum Neuen Markt und den gleichen Weg wieder zurück.)

Ab 14 Uhr gibt es am Kröpeliner Tor die zentrale Veranstaltungskundgebung mit Redebeiträgen und einem kulturellem Programm zusammen mit dem CSD Rostock e.V., der Ska-Band „Antispielismus“ und anderen.
Ab 14:30 Uhr schließt sich von hier eine Demonstration Richtung Hauptbahnhof Nord an. Für die Sportlicheren unter euch wird es ab 14:30 eine Fahrraddemo vom Doberaner Platz zur Bahnhofsseite Süd (wo sich „Mvgida“ sammelt) geben.
Für alle, die nach Rostock anreisen: für euch haben wir ab 15 Uhr eine Kundgebung auf der Nordseite des Hauptbahnhof Rostock angemeldet und holen euch dort ab!
Außerdem wird es ab 15 Uhr eine Andacht in der Marienkirche geben.
Stärken und aufwärmen könnt ihr euch ab 15 Uhr am Ziegenmarkt, wo der Eine-Welt-Laden, Vokü und das Café Marinetreff mit Heißgetränken, Kuchen und warmen Speisen für euch da ist.

Sofern MVgida ihre Route tatsächlich bis zum Neuen Markt durchziehen wird, werden wir mit einer Kundgebung am Uniplatz (Barocksaal) und am Neuen Markt (zwischen Post und Hotel Sonne) auf sie warten und kreativ und laut deutlich machen, das sie hier nicht willkommen ist.
Die Abschlusskundgebung des Tages wird am Kröpeliner Tor ab 18.30 – 20 Uhr stattfinden.

Wichtig: Informiert euch!
Über die Facebook-Veranstaltung könnt ihr euch weiter informieren und FreundInnen einladen.
Am Sonntag selbst könnt und solltet ihr euch über die aktuellen Entwicklungen über den Hashtag #mvfüralle auf dem Laufenden halten.
Teilt diese Infos mit euren Freund_innen, Bekannten, Arbeitskolleg_innen
… und unterstützt die Initiative „Rostock für alle“!
Bringt Transparente, Schilder und alles, was ihr sonst noch braucht, um laut, kreativ und erfolgreich gegen Nazis und RassistInnen zu protestieren.

MV für alle!
Euer Bündnis Rostock nazifrei

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MVGIDA in Stralsund stoppen!

 

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Nachdem der PEGIDA-Ableger ROGIDA den geplanten Aufmarsch am 12. Januar in Rostock wieder abgesagt hat, sollen an diesem Tag nun Veranstaltungen in Schwerin und Stralsund stattfinden. Einen Überblick und Aufruf zu den Gegenprotesten findet ihr hier: http://ino.blogsport.de/2015/01/07/aufruf-mvgida-stoppen-gegen-die-rassistischen-aufmaersche-am-12-januar-in-stralsund-und-schwerin/

Wir fahren nach Stralsund um gegen die menschenverachtende Hetze zu protestieren!

Kommt also alle am 12. Januar um 17:00 zum Hbf in Greifswald!

MVGIDA stoppen! MV für alle!

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Refugees Welcome! – Demo in Güstrow

REFUGEES WELCOME! Asylrecht ist Menschenrecht!

Aufruf zur landesweiten Demonstration in Güstrow

6. Dezember 2014 // 13:00 Uhr // Hauptbahnhof

flyer_a5 Der Ratschlag der Bündnisse Mecklenburg-Vorpommern* ruft für den 6. Dezember zur landesweiten Demonstration in Güstrow auf: „Refugees welcome! Asylrecht ist Menschenrecht!“

Seit nunmehr zwei Jahren mobilisieren Nazis in Mecklenburg-Vorpommern gezielt gegen Flüchtlinge und verbreiten rassistische Vorurteile und Gerüchte. So versuchen Nazis zur Zeit beispielsweise in Güstrow gegen die künftige Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt Stimmung zu machen. Unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Bürgerinitiative versuchten sie bisher auf Facebook, mit regelmäßigen Infoständen und einem Fackelmarsch auch Menschen zu erreichen, die sich selbst nicht im neonazistischen Spektrum verorten. Der Hetze folgen Taten – Asylsuchende werden regelmäßig auf der Straße bedroht und rassistisch beleidigt. Immer häufiger kommt es zu Angriffen auf Flüchtlinge wie kürzlich in Anklam, Schwerin oder Groß Lüsewitz.

Gleichzeitig gibt es in Güstrow und vielen anderen Orten Unterstützungskreise, die in großem Maße zum Willkommen der Flüchtlinge beitragen. Es gibt ehrenamtlich organisierte Sprachkurse, Menschen, die Flüchtlinge bei Gängen zu Ämtern oder Behörden begleiten oder gemeinsam Freizeit verbringen. Es gibt viele Menschen, die der Propaganda der Nazis in ihrem praktischen Handeln etwas entgegen setzen. Gemeinsam mit ihnen und allen demokratischen Kräften setzen wir uns für eine solidarische Gesellschaft ein, in der Minderheitenrechte geachtet werden. Gemeinsam treten wir ein für eine Gesellschaft, die geprägt ist von Vielfalt und Respekt.

Wir sind betroffen und wütend darüber, dass Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, mitten unter uns Bedrohungen, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Deshalb rufen wir dazu auf, am 6. Dezember ein klares und öffentliches Zeichen gegen rassistische Propaganda und Gewalt zu setzen. Wir sagen klar:

Refugees welcome! Asylrecht ist Menschenrecht!

Wir fordern, dass:

– Flüchtlinge selbstbestimmt entscheiden können, wo und wie sie leben möchten!

– sich Gesellschaft, Verwaltung und Politik für Flüchtlinge öffnen, konsequent für eine solidarische Willkommens- und Anerkennungskultur einsetzen und genügend öffentliche Mittel dafür zur Verfügung stehen!

– sich alle klar gegen Rassismus positionieren und sich öffentlich mit den Betroffenen rassistischer Gewalt solidarisieren!

Lasst uns gemeinsam am 6. Dezember für menschenwürdige Lebensbedingungen von Flüchtlingen, eine solidarische Willkommenskultur und gegen jede Form von Rassismus demonstrieren!

Aus Greifswald fahren Busse nach Güstrow! Tickets bekommt ihr täglich ab 21:00, am Donnerstag schon ab 19:30, im IKuWo!

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