Gegen arme Menschen und soziale Politik – Die AfD ist unwählbar

Vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern im September 2016 hat die Partei „Alternative Für Deutschland” ihr Wahlprogramm veröffentlicht und die Direktkandidat_innen starten in den Wahlkampf in den Kommunen. Das Wahlprogramm zeichnet sich durch stark vereinfachende Aussagen, rückwärtsgewandte und antipluralistische Forderungen aus. Vor dem Hintergrund des Erstarkens rechten Gedankenguts und eines absehbaren Erfolges bei den Landtagswahlen im September macht es Sinn, sich die Forderungen der Partei einmal genauer anzuschauen.

Die AfD, eine neoliberale Partei:
Die wirtschafts- und finanzpolitischen Forderungen der Partei zeigen, dass nicht der Wohlstand und die Freiheit des Einzelnen von der Partei gefördert werden sollen, sondern eine Deregulation des Marktes. Dass die Armut in Deutschland und weltweit parallel zum Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren steigt und nicht fällt ignoriert die Partei. Es soll trotzdem alles getan werden um staatliche Eingriffe in die Wirtschaft zu verhindern und somit wettbewerbsstarke große Konzerne und Wohlhabende zu fördern. So möchte sie zum Beispiel die Nachweispflichten beim Mindestlohn abschaffen und die Ladenöffnungszeiten liberalisieren. Das geht zulasten der geringfügig beschäftigten Arbeitnehmer_innen, die dann noch stärker finanziell und zeitlich ausgebeutet werden könnten. Die Partei fordert außerdem die Abschaffung der Erbschafts- und Gewerbesteuer, was den Wohlhabenden nutzt und Ärmeren schadet. Die Forderung nach einer Privatisierung des Arbeitslosengeldes und der Berufsunfallversicherung würde die Lage der Arbeitnehmer_innen dramatisch verschlechtern. Dass die Partei ihre neoliberalen Forderungen aber als freiheitlich darstellt sagt viel über das Menschenbild der Partei: Der Wert des Menschen wird nach seiner „Nützlichkeit” und seinem finanziellen Status bemessen. Was das für die vielen wirtschaftlich benachteiligten Menschen in M-V bedeutet, wird damit schnell klar.

Die AfD, eine antifeministische Partei
Die AfD knüpft mit einer antifeministischen Haltung an völkische Gesellschaftsideale an. So spricht die Partei von „natürlichen Geschlechterrollen” und drängt Frauen in die Rolle der Ehefrau, Tochter oder Mutter. In ihrem „idealen traditionellen Familienbild” sind Frauen im Haus mit Kindererziehung und Haushalt beschäftigt und der Ehemann geht arbeiten. Die AfD fordert, dass staatliche Kindergärten abgeschafft, Ehescheidungen erschwert, Alleinerziehende schlechter gestellt und Abtreibungen erschwert werden. Es sollen also Errungenschaften abgebaut werden, die Frauen die Wahl zwischen verschiedenen Lebensentwürfen geben.

Die AfD, FÜR den Klimawandel
Besonders ironisch klingen die Einstellungen der Partei zum Thema Umwelt. So glaubt die Partei nicht an den Klimawandel (Zitat: „Kohlenstoffdioxid ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens”). Und sieht dem weiteren CO2-Anstieg positiv entgegen. In diesem Zusammenhang fordert sie die Einstellung der Förderung von erneuerbaren Energien und den Ausbau der Atomenergie. Der Klimawandel ist schon jetzt real und er wird sich in den kommenden Jahren noch stärker auf unserer Leben auswirken. Statt Realitäten zu leugnen ist es an der Zeit, den Klimawandel wenigstens zu verlangsamen. Dies wird nur durch den Ausbau der erneuerbaren Energien möglich sein.

Bildungspolitik
Die AfD will den Zugang zum Studium und Gymnasien erschweren. So soll die weiterführende Schule ab der fünften Klasse beginnen und für Gymnasien und Universitäten ein Eignungstest notwendig sein. Ziel soll sein eine „Elite” zu formen. Typischerweise trifft das Kinder aus Einkommens-schwachen Familien, die sich nicht teuren Privatunterricht leisten können. Dem gegenüber steht das Ideal, dass alle Menschen unabhängig ihrer sozialen Herkunft Zugang zu Bildungsangeboten haben sollten.

Rechts- und Innenpolitik
Die Zahl der Gewalttaten geht seit Jahren zurück. Trotzdem setzt die AfD auf eine massive Ausweitung der Videoüberwachung. Es werden auch mehr Straftatbestände und härte Strafen gefordert, obwohl es keinen Beweis gibt, dass höhere Strafen abschrecken. Und wie soll sich ein Mensch der Jahre im Gefängnis verbracht hat wieder in der Gesellschaft zurechtfinden? Des weiteren sollen Polizeihelfer zum Einsatz kommen. Diese flüchtig ausgebildeten Hilfssheriffs würden wohl nur zu einer weiteren Verrohung der Polizei führen. Mit möglichst einfachen Antworten und dem Schüren von Panik inszeniert sich die AfD als eine „law and order” Partei.

AfD und Muslime
Der Islam- Was ist das eigentlich? Die AfD hat darauf eine klare Antwort gefunden und sieht in Muslimen potentielle Attentäter die hier ein Kalifiat errichten möchten. „Den Islam” gibt es aber nicht. Genauso wenig wie es „das Christentum” gibt. Muslime haben ein Recht darauf nicht beständig mit Fundamentalist_innen in einen Topf geworfen zu werden. Christ_innen müssen sich ja auch nicht beständig für Hexenverbrennungen, Kindesmißbrauch oder das Familienbild der katholischen Kirche rechtfertigen. Ebenso haben Muslime ein Recht darauf, nicht ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Wenn überhaupt, ist nicht eine, sondern Religion an sich das Problem.

NPD Nähe
Kritisch ist auch die Nähe zur NPD. Einzelne Mitglieder, wie Landtagskandidat Ralph Weber, pflegen einen freundschaftlichen und langjährigen Kontakt zu NPD Kadern. Außerdem bekennt sie sich nicht wie die restlichen Parteien zum „Schweriner Weg”. Der „Schweriner Weg” ist der Grundkonsens demokratischer Parteien in MV, sich klar gegen die NPD zu stellen, folglich keine NPD Anträge zu unterstützen und außerhalb des Parlaments keine gemeinsamen Veranstaltungen mit der NPD zu besuchen. Dies unterstreicht die Sonderrolle der NPD, die eben keine Partei wie jede andere ist, sondern aus Nazis besteht und eine menschenverachtende Politik betreibt. Es ist Aufgabe jeder demokratischen Partei, die NPD zu isolieren, um ihr nicht auch nur den Anschein von Legitimität zu geben. Die offenheit gegenüber Neonazis sagt auch immer viel über das eigene Weltbild aus…

Unsere Antwort: Solidarität!
Der Verachtung der AfD gegenüber den Verlierern und Verliererinnen der aktuellen, neoliberalen Gesellschaftsordnung, ihrem fehlenden Mitgefühl und der Abwesenheit des Gedankens sozialer Verantwortung setzen wir das einzig wirksame gegen wirtschaftliche Ausbeutung und Unterdrückung entgegen: Solidarität! Wir wollen gemeinsam gegen niedrige Löhne, immer spätere und niedrigere Rente, Schikanierung auf dem Amt oder der Polizeiwache protestieren und uns wehren. Wir grüßen die Arbeitnehmer_innen, die Arbeitslosen, die Alleinerziehenden und die Geflüchteten. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind die Verlierer_innen dieser Gesellschaft, ohne etwas dafür zu können. UND: die Politik von Parteien wie der AfD wird sie noch viel tiefer ins Elend stürzen.

Quelle –  Unsere Antwort: Solidarität!

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Pressemitteilung: „Breite Proteste gegen den faschistischen „Trauermarsch“ am gestrigen 8. Mai in Demmin“

400 Menschen folgten dem Aufruf der antifaschistischen Bündnisse nach Demmin zum „Tag der Befreiung“ gegen den geschichtsrevisionistischen Aufmarsch der NPD.

Zusammen mit diversen Mahnwachen und der Bündnisdemo von Demmin nazifrei standen gestern Nachmittag 800 Menschen auf vielfältige Weise für eine Gesellschaft ohne Rassismus und Nationalismus ein.

Seit neun Jahren halten die Neonazis in Demmin einen „Trauermarsch“ für die Demminer*innen ab, die sich am Ende des zweiten Weltkriegs das Leben nahmen und deuten so deutsche Kriegsschuld und Massenvernichtung zu einem Gedenken an die deutschen Opfer durch die Alliierten um.

Bei sonnigem Wetter ging die antifaschistische Demo mit leichter Verspätung am Bahnhof los und zog lautstark durch die Demminer Innenstadt. Am Rande der Demo verfolgten die Anwohner_innen interessiert aus ihren Fenstern geschichtliche und aktuelle Redebeiträge. So wurde u.a. die Nähe neurechter Bewegungen wie der AfD zur NPD thematisiert und ein solidarischer Umgang mit Geflüchteten gefordert.

Nach der Demo kam es in der Stadt zu zwei Blockadeversuchen auf der Strecke der Neonazidemo, die nach kurzer Zeit aufgelöst wurden.

Die gute Stimmung der Proteste wurde leider durch diverse Schikanen und Behinderungen von Seiten der Ordnungsbehörde und der Polizei getrübt. Mit einem Polizeiaufgebot von 700 Kräften wurden Teile der Stadt hermetisch abgeriegelt und durch geplant aggressives Verhalten der Beamt*innen das faschistische Trauerspiel ermöglicht.

Eine Person musste bei der Räumung einer friedlichen Sitzblockade nach unnötiger Gewaltanwendung aufgrund von Ohnmacht und einer Knorpelverletzung im Krankenhaus behandelt werden. Obwohl die Verletzungen eine direkte Folge der Räumung waren, bestreitet die Polizei jegliche Schuld. Hier zeigen sich Parallelen zum 1. Mai in Schwerin. Dort wurde eine Person von Beamten bewusstlos geschlagen, die Polizei wiederum bestritt beteiligt gewesen zu sein.

Im Stadtgebiet kam es immer wieder zu unbegründeten Einsätzen von Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Gegendemonstrant_innen. Auch behinderte die Polizei Sanitäter_innen bei Hilfeleistungen und ließ diese nicht zu Verletzten vor.

„Wir finden die Entwicklung hin zu einer zunehmenden Gewaltausübung der Polizeikräfte auch in harmlosen Situationen besorgniserregend.“, stellt Bündnissprecherin Cindy Rewohlt fest. „Zudem kritisieren wir den Umgang der Polizei mit Pressevertreter_innen. Wir müssen vermehrt Grundrechtsverletzungen beobachten, die sich die Polizei herausnimmt ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.“ . So wurde ein Fotograf am Rande der antifaschistischen Demo unter fadenscheinigen Begründungen aufgehalten und aufgefordert seine Bilder zu löschen. Weiterhin verwiesen die Polizeikräfte Journalist_innen von der NPD-Demo.

„Wir verurteilen das Verhalten der Polizei und bedanken uns bei allen, die heute mit uns gegen den NPD-Aufmarsch auf die Straße gegangen sind.“, so Cindy Rewohlt.

In Greifswald kam es, wie schon im letzten Jahr, im Vorfeld zu einer Auseinandersetzung zwischen Uni und Studierendenschaft. Die Student_innen der Greifswalder Universität wollten einen Bus zu den Gegenprotesten fördern, das Justiziariat beanstandete den Antrag als ausserhalb des hochschulpolitischen Auftrags. Bündnissprecherin Rewohlt kritisiert: „Es wird deutlich wie die Situation an der Greifswalder Universität ist, wo bekennende Neonazis promovieren können und ein AfD Politiker seine rechte Hetze verbreiten kann, aber eine klare Positionierung der Studierenden gegen Rechts unterbunden wird.“.

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1. Mai + Vorabenddemo

Am 1. Mai möchte die NPD in Schwerin ihre rechte Propaganda auf die Straße tragen. Es wird organisierten Gegenprotest geben.

Wir unterstützen die antifaschistische Demonstration. Und rufen dazu auf sich ihr anzuschließen.

Am Donnerstag den 28.04 (nach der VoKü) wird es im IKuWO eine Infoveranstaltung zum Protest und Anreise geben.

Wir verweisen hiermit auch noch auf die Vorabenddemo am 30.04 in Greifswald. Unter dem Motto „Solidarität statt Rassismus“ wird für eine emanzipatorische Politik und Gesellschaft demonstriert und gegen aus Ungerechtigkeiten des Kapitalismus Stellung bezogen.

Treffpunkt ist 15 00 Uhr am Nexö-Platz.

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8. Mai

Wie in den vergangen Jahren wollen die NPD und die rechtsradikale Kameradschaftsszene am 8. Mai in Demmin (Mecklenburg- Vorpommern) aufmarschieren, um den Tag der Befreiung von den nationalsozialistischen Machthaber*innen zu einem Tag der deutschen Opfern umzudefinieren. Am 30. April 1945 marschierte die Rote Armee in Demmin ein und beendete die faschistische Herrschaft in der vorpommerschen Kleinstadt. In den Tagen vor und nach dem Kriegsende starben hunderte Einwohner*innen durch Suizid und Mord durch Angehörige. Zum neunten Mal versuchen Nazis, diesen Tag für ihren propagierten Opfermythos zu nutzen und der Toten mit einem „Trauermarsch“ zu gedenken. Dabei verschweigen sie den bis zuletzt andauernden Widerstand der Bevölkerung Demmins gegen die Übernahme der Stadt durch die Rote Armee, und auch die Verbrechen der Nationalsozialisten werden mit keinem Wort thematisiert. Wie in den letzten Jahren werden die Neonazis wieder versuchen, mit einem Fackelmarsch durch die Innenstadt zu ziehen und einen Kranz niederzulegen.

Es wird eine Infoveranstaltung im Klex am 3.05 (nach der Küfa) geben. Und natürlich eine Infoverstaltung am 5.05 im IKuWo (nach der VoKü/Küfa).

Es gibt ab jetzt Bustickets im IKuWo. Für 5-10 € Soli sichert ihr euch einen Platz nach Demmin.

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Gemeinsam gegen FFDG

In den letzten Monaten ist es zum traurigen Standard geworden; Überall in Deutschland gehen Nazis als so genannte „Wutbürger“ für unterschiedlichste Dinge auf die Straße. Unter verschiedenen Deckmänteln wie z.b. für Frieden, Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, gegen Islamisierung, gegen Multikulti, für unsere Kinder, gegen Merkel, … treffen sie sich regelmäßig Montag abends und bejammern eine angebliche „Überfremdung“ und die eigenen schlechten Lebensbedingungen. Auch in Greifswald trifft sich seit ein paar Wochen eine krude Masse aus Verschwörungstheoretikern, Neonazis, abgehängten Deutschen und DDR-Fans („FFDG“ und „Greifswald wehrt sich“), die der „Lügenpresse“ nichts abgewinnen können. Anfängliche Kundgebungen auf dem Greifswalder Marktplatz wurden zu regelmäßigen Demonstrationen durch die gesamte Stadt.
Von Anfang an rufen jedoch auch verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen und Bündnisse zu notwendigem Gegenprotest auf. Auch am kommenden Montag (07.12.) gibt es Einiges dem sich angeschlossen werden kann.

Für eine gemeinsame Anreise sorgt die Critical Mass.
Infos unter: https://www.facebook.com/criticalmasshgw/?fref=ts

Greifswald für alle lädt ein, zu Mahnwachen in Hör- und Sichtweite der Naziroute.
Infos unter: https://www.facebook.com/greifswald.fuer.alle/?fref=ts

Wir als Greifswald Nazifrei rufen alle Greifswalder_innen dazu auf, sich an den geplanten Protesten zu beteiligen. Seid laut. Seid an der Route. Seid entschlossen. – ABER verzichtet diesmal auf Blockaden!

Für jeden angefangenen Kilometer, den „FFDG“ und „Greifswald wehrt sich“ auf den Greifswalder Straßen innerhalb ihrer Demonstration „spazieren“ gehen, wird das Bündnis „Greifswald für alle“ 100 Euro für die Flüchtlingshilfe spenden. Sollte es eine stationäre Kundgebung sein, gibt es 1 Euro pro Teilnehmer_in und Stunde. Sollte die Teilnehmer_innenzahl bei den „besorgten Bürger_innen“ nicht ausreichend sein, werden wir den Betrag auf 2 Euro pro Kopf erhöhen. Die Spenden werden je zur Hälfte an das im Aufbau befindliche Willkommenszentrum und an das Internationales Kultur- und Wohnprojekt (Ikuwo) gehen.

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Update – 08. Mai 2015

Wie versprochen hier die neuesten Informationen rund um den 08.05.2015.

Tickets für eine gemeinsame Anreise nach Demmin können ab sofort im IKuWo (Goethestraße 01, 17489 Greifswald) zu den gängigen Caféöffnungszeiten (Dienstag bis Samstag ab 21:00 Uhr) für 5-10 Euro gekauft werden.

Eine Infoveranstaltungen findet am 30.04. um 20.00 Uhr ebenfalls im IKuWo statt.

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Vielfalt statt Faschismus – 1. Mai Neubrandenburg Nazifrei

Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit Menschen für gleiche Rechte, eine gerechte Arbeitswelt und freies, selbstbestimmtes Leben auf die Straße gehen – ein Kampftag für die soziale und ökonomische Befreiung der Arbeiter_innenklasse.
An diesem Tag wollen NPD und Kameradschaften in Mecklenburg-Vorpommern nun wieder einmal den 1. Mai nationalistisch umdeuten und vereinnahmen.
Neonazis treten am 1. Mai nicht für ein solidarisches Miteinander im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung ein, sondern nutzen die existentiellen Ängste der Bevölkerung (z.B. die Sorge vor Verlust der Lohnarbeit) um ihre rassistische und nationalistische Ideologie als vermeintlich einfache Lösung komplexer Sachverhalte darzustellen. Sie reduzieren den 1. Mai, auf einen 1933 von Hitler eingeführten gesetzlichen “Feiertag der nationalen Arbeit”. Das lassen wir nicht zu!
Wie auch an jedem anderen Tag des Jahres, wendet sich unser politischer Kampf gegen die faschistische Ideologie der Ungleichwertigkeit, die die Menschen gegeneinander aufhetzt. Wir kämpfen für eine Gesellschaft des selbstbestimmten Lebens und des solidarisch bestimmten Handelns, das frei ist von Mechanismen der Ausgrenzung und jeglichen Herrschaftsverhältnissen. Eine solche kann es mit Nazis niemals geben!

Darum will das Bündnis Neubrandenburg Nazifrei dem geplanten Naziaufmarsch in der Neubrandenburger Oststadt eine entschlossene Demonstration entgegensetzen.
Wir rufen alle Menschen dazu auf, sich zu beteiligen und somit den Nazis nicht die Deutungshoheit über den Kampf- und Feiertag der Arbeiter_innenbewegung zu überlassen.

Schaffen wir am 01. Mai 2015 in Neubrandenburg gemeinsam einen breit aufgestellten zivilgesellschaftlichen Widerstand, um den Nazis klar zu machen, dass sie und ihre Ideen weder hier noch anderswo erwünscht sind oder geduldet werden.

Ignorieren hilft nicht!
Stellen wir uns solidarisch und offensiv den Nazis entgegen!
Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft!

Infoveranstaltung in und für Greifswald: 23.04. | 19.00 Uhr | IKuWo (Goethestraße 01)

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Wir stellen uns quer!

Am 08. Mai den Nazis in Demmin entgegentreten

Wie schon in den letzten Jahren will die NPD am 8. Mai 2015 in Demmin aufmarschieren. Mit ihrem „Ge­denken“ an das Ende des zweiten Weltkriegs versuchen sie, einen deutschen Opfermythos aufzubauen und die deutschen NS-Verbrechen zu relativieren.
Während Nazis in anderen Zusammenhängen versuchen, sich eine bürgerliche Maske aufzusetzen, siehe MVGida, wird in Demmin ihr NS-Bezug besonders deutlich.
Am 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus können und wollen wir ihnen in Demmin nicht ungestört das Feld überlassen. Wir akzeptieren es nicht, wenn an solch einem symbolträchtigen Datum menschenverachtendes Gedankengut durch die Straßen getragen wird! In Zeiten, in denen Rassismus wieder salonfähig zu werden droht, ist es legitim und notwendig, Nazis keinen Raum zu geben.

Kommt mit und lasst uns ein deutliches Zeichen gegen menschenverachtendes Gedankengut setzen!

8.Mai_Demmin_GreifswaldNazifrei_web
Weitere Infos (auch zur gemeinsamen Anreise) folgen hier.

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Rostock für alle!

Das Bündnis Greifswald Nazifrei unterstützt den Aufruf „Rostock für alle“ und fordert auch Euch, liebe Greifswalderinnen und Greifswalder auf: Am 01.03. raus auf die Straße und MVgida gemeinsam entgegentreten!

Am kommenden Sonntag, den 1.3. wollen die Nazis und RassistInnen von MVgida durch Rostocks Innenstadt* marschieren. Das Bündnis „Rostock nazifrei“ will das nicht zulassen und hat in kurzer Zeit verschiedene Gegenaktivitäten geplant.
Wir rufen alle RostockerInnen auf, sich den Protesten anzuschließen und sich gemeinsam Rogida/MVgida entgegen zu stellen.

(*Naziroute: Treffpunkt der Nazis ist 15 Uhr am Hauptbahnhof Süd, anschließend wollen sie über den Südring, Goetheplatz, Vögenteich, Kröpeliner Strasse bis zum Neuen Markt und den gleichen Weg wieder zurück.)

Ab 14 Uhr gibt es am Kröpeliner Tor die zentrale Veranstaltungskundgebung mit Redebeiträgen und einem kulturellem Programm zusammen mit dem CSD Rostock e.V., der Ska-Band „Antispielismus“ und anderen.
Ab 14:30 Uhr schließt sich von hier eine Demonstration Richtung Hauptbahnhof Nord an. Für die Sportlicheren unter euch wird es ab 14:30 eine Fahrraddemo vom Doberaner Platz zur Bahnhofsseite Süd (wo sich „Mvgida“ sammelt) geben.
Für alle, die nach Rostock anreisen: für euch haben wir ab 15 Uhr eine Kundgebung auf der Nordseite des Hauptbahnhof Rostock angemeldet und holen euch dort ab!
Außerdem wird es ab 15 Uhr eine Andacht in der Marienkirche geben.
Stärken und aufwärmen könnt ihr euch ab 15 Uhr am Ziegenmarkt, wo der Eine-Welt-Laden, Vokü und das Café Marinetreff mit Heißgetränken, Kuchen und warmen Speisen für euch da ist.

Sofern MVgida ihre Route tatsächlich bis zum Neuen Markt durchziehen wird, werden wir mit einer Kundgebung am Uniplatz (Barocksaal) und am Neuen Markt (zwischen Post und Hotel Sonne) auf sie warten und kreativ und laut deutlich machen, das sie hier nicht willkommen ist.
Die Abschlusskundgebung des Tages wird am Kröpeliner Tor ab 18.30 – 20 Uhr stattfinden.

Wichtig: Informiert euch!
Über die Facebook-Veranstaltung könnt ihr euch weiter informieren und FreundInnen einladen.
Am Sonntag selbst könnt und solltet ihr euch über die aktuellen Entwicklungen über den Hashtag #mvfüralle auf dem Laufenden halten.
Teilt diese Infos mit euren Freund_innen, Bekannten, Arbeitskolleg_innen
… und unterstützt die Initiative „Rostock für alle“!
Bringt Transparente, Schilder und alles, was ihr sonst noch braucht, um laut, kreativ und erfolgreich gegen Nazis und RassistInnen zu protestieren.

MV für alle!
Euer Bündnis Rostock nazifrei

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MVGIDA in Stralsund stoppen!

 

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Nachdem der PEGIDA-Ableger ROGIDA den geplanten Aufmarsch am 12. Januar in Rostock wieder abgesagt hat, sollen an diesem Tag nun Veranstaltungen in Schwerin und Stralsund stattfinden. Einen Überblick und Aufruf zu den Gegenprotesten findet ihr hier: http://ino.blogsport.de/2015/01/07/aufruf-mvgida-stoppen-gegen-die-rassistischen-aufmaersche-am-12-januar-in-stralsund-und-schwerin/

Wir fahren nach Stralsund um gegen die menschenverachtende Hetze zu protestieren!

Kommt also alle am 12. Januar um 17:00 zum Hbf in Greifswald!

MVGIDA stoppen! MV für alle!

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